WER IST "STADTMARKETING F├ťR WETTER E.V."?

Der Verein Stadtmarketing f├╝r Wetter e.V. setzt sich seit vielen Jahren (1995) f├╝r die Pr├Ąsentation des Standortes Wetter und die gezielte Imagepflege sowie f├╝r die Verbesserung der Attraktivit├Ąt der Stadt Wetter (Ruhr) gegen├╝ber B├╝rgern der Stadt Wetter (Ruhr), B├╝rgern des Umlandes, ans├Ąssigen sowie ansiedlungswilligen Unternehmen ein. Der Verein will hierzu durch ideelle, sachliche und/oder finanzielle Unterst├╝tzung geeigneter Veranstaltungen im kulturellen, sportlichen, wirtschaftlichen, sozialen und/oder ├Âkologischen Bereich beitragen. Der Verein kann auch sonstige zur Erreichung des Vereinszweckes geeignet erscheinende Ma├čnahmen durchf├╝hren (z. B. Planungs- und Arbeitshilfen, Ver├Âffentlichungen und ├Ąhnliche Leistungen).

KONTAKTINFORMATIONEN

Freiherr vom und zum Stein Weg

Rundweg:

Daten:

Streckenbeschreibung:

Beginn und Ende des Rundweges ist das Rathaus. Parkpl├Ątze stehen zur Verf├╝gung, auch Haltestellen des ├ľPNV liegen in unmittelbarer N├Ąhe.

An der rechten Ecke des 1909 fertig eingeweihten Rathauses sehen wir auf einem Sockel das im gleichen Jahr errichtete ├╝berlebensgro├če Bronze-Standbild des Freiherrn vom und zum Stein (geboren am 26. Oktober 1757, gestorben am 29. Juni 1831). Es zeigt vom Stein als Reformer und als Verfechter einer st├Ądtischen Selbstverwaltung mit ernster, willensstarker Miene, seine Denkschrift in der linken, mit der rechten Hand seine Vorstellungen energisch unterstreichend. Wetter stand am Anfang seiner bemerkenswerten Laufbahn. 1780 in preu├čische Dienste getreten, ├╝bernahm er schon 1784 hier die Leitung des M├Ąrkischen Bergamtes.

Der Weg f├╝hrt uns zun├Ąchst zu seinem ehemaligen Amtssitz. Dazu wenden wir uns nach links zur Freiheit, gehen rechts in die Stra├če  Am Bollwerk und biegen nach ca. 80 m nach links in die Stra├če  Freiheit ein. Im  ersten Haus auf der rechten Seite, Haus Nr. 19, einer fr├╝heren Gastst├Ątte, wohnte Freiherr v. u. z. Stein kurzzeitig, bis seine R├Ąume im Bergamt bezugsbereit waren. Vorbei am malerischen "F├╝nf-Giebeleck" schwenkt der Weg nach rechts in die  Burgstra├če und biegt nach wenigen Metern nach links in die Stra├če  Im Kirchspiel ein. Das Geb├Ąude des ehemaligen Bergamtes war an der Stelle der Renteischeune in den Jahren 1780 bis 1782 erbaut worden und im rechten Winkel unmittelbar dem Burgfried vorgelagert. Hier wohnte und leitete vom Stein von 1784 bis 1793 als Direktor das Bergamt, ab 1792 auch das Oberbergamt. Schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt konnte er nach Inspektion der Ruhrzechen einen umfangreichen "Generalbefahrungsbericht" vorlegen. Zielstrebig und erfolgreich setzte er daraufhin Verbesserungen in Kohlenabbau und -f├Ârderung sowie in der Zechenverwaltung durch. Seine T├╝chtigkeit und seine Erfolge an der Ruhr f├╝hrten vom Stein 1793 zu h├Âheren Aufgaben im preu├čischen Staat. Dem Kohlenabbau nach Norden folgend wurde das Oberbergamt bereits 1803 nach Essen und das Bergamt 1815 nach Bochum verlegt. Das Bergamtsgeb├Ąude konnte Friedrich Harkort 1819 einschlie├člich des gesamten Burggel├Ąndes erwerben. Er richtete darin gemeinsam mit J. D. Kamp sowie dem englischen Ingenieur E. Thomas die "Mechanische Werkst├Ątte" ein, aus der ├╝ber Nachfolgefirmen 1910 die DEMAG entstand. Zwischen 1871 und 1873 vollzog sich die Verlagerung der Fertigung in die N├Ąhe des Bahnhofs in Alt-Wetter. Mit dem Umbau der restlichen Werkshallen in Wohnungen Mitte der 1920er Jahre erfolgte der Abriss des ehemaligen Bergamtsgeb├Ąudes.

Wir  verlassen den Burghof nach rechts und sto├čen an der  Reformierten Kirche (sie wurde unter weitgehender Nutzung der Fundamente der um 1250 entstandenen Burgkapelle errichtet und 1894 eingeweiht) wieder auf die Burgstra├če. Wir folgen dieser  talw├Ąrts und passieren nach wenigen Schritten das so genannte  Harkort-Haus (Burgstra├če 17). Hier lebte Harkort in den 1850er Jahren, bis er sich dann in Hombruch (Dortmund) niederlie├č. Am  Strandweg m├╝ndet der Freiherr vom und zum Stein Weg nach rechts in den Harkortweg, ├╝ber den auch aus Richtung Herdecke kommend die GeoRoute Ruhr herangef├╝hrt wird. In H├Âhe des Schiffsanlegers erinnerte bis ins Jahr 2009 ein Dampfmaschinen-Schwungrad an das 1893 in Betrieb genommene Stabstahlwalzwerk des Stahlwerks Harkort-Eicken, das aus dem von den Br├╝dern Johann Caspar und Peter Nikolaus Harkort 1779 gegr├╝ndeten Rohstahlhammer hervorgegangen war. Heute ist dieses im Sch├Ântal zu besichtigen.

Nach Unterquerung der  Eisenbahn- und Stra├čenbr├╝cken verl├Ąuft unser Wanderweg weiter ├╝ber den Weg  Am Obergraben.

Nachdem wir die  Gastst├Ątte Bootshaus des Ruderclub Mark hinter uns gelassen haben, erkennen wir hinter dem jenseitigen Ufer das  Wasserwerk Volmarstein. Es wurde ab 1877 f├╝r die damalige Stadt Barmen errichtet (Barmer Wasserwerk) und ist seit 1982 im Besitz der AVU. Dort am Kaltenborn ├╝berspannt eine  H├Ąngeseilbr├╝cke aus dem Jahr 1893 die Ruhr. Sie ist die ├Ąlteste noch bestehende Br├╝cke im mittleren Ruhrtal. An der  Einbiegung des Weges nach rechts in die Sch├Ântaler Stra├če sollten Sie zun├Ąchst ein paar Schritte geradeaus gehen in die  Zufahrt zum Kraftwerk Harkort (RWE). Das Geb├Ąude des Turbinenkraftwerkes war 1908 eines der ersten Bauwerke des bekannten Architekten Bruno Taut (1880 ÔÇô 1938). Das Kraftwerk war mit vier Turbinen und Generatoren ausger├╝stet, die eine Gesamtleistung von rund 1,2 MW erbrachten. Mit Aufstauung des Harkortsees im Jahr 1931 wurde der Bau verl├Ąngert und erhielt st├Ąrkere Maschinen. Das heute von der RWE betriebene Wasserkraftwerk hat eine Leistung von 6,1 MW.

Auf die "Sch├Ântaler Stra├če" zur├╝ckgekehrt verlassen wir diese nach ca. 160 m  nach links auf das ehemalige REME-Gel├Ąnde. Dort lag vormals das Stahlwerk Harkort-Eicken, von dessen Existenz au├čer dem Kraftwerk noch heute das Verwaltungsgeb├Ąude, einige Werkshallen und ein etwa 40 m hoher  Wasserturm zeugen. Es kann wohl als der Ursprung der heutigen Deutsche Edelstahlwerke GmbH angesehen werden. Den Wanderzeichen folgend erreichen wir den  Ruhrdeich, auf dem wir weitergehen vorbei am Pegel Wetter (Ruhrverband, Erl├Ąuterungstafel) in Richtung  Ruhrbr├╝cke (1899/1954). Nach ├ťberquerung der Ruhr (zu vom Steins Zeit verkehrte dort nur eine F├Ąhre, die "Untere F├Ąhre") ├╝berschreiten wir die  Grundsch├Âtteler Stra├če (B234) und gehen parallel der "Oberwengerner Stra├če", um nach ca. 270 m nach links in die Stra├če  Haus Hove einzuschwenken.

Bergan steigend sehen wir linker Hand die  Toranlage (1754) mit Wehrturm (1616) und Stallungen, sowie das um 1920 wieder errichtete  Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Haus Hove. Zur Zeit des Freiherrn vom Stein waren deren Besitzer, die Herren von Schwachenberg, einer der gr├Â├čten Gewerken im Schlebuscher Revier, die u.a. ma├čgeblich am Bau des Schlebuscher Erbstollens (ab 1765) beteiligt waren, der mit seiner Vollendung etwa 100 Jahre sp├Ąter der l├Ąngste und bedeutendste des Ruhrreviers wurde.

Weiter gehend biegen wir nach rechts in die  Hoffmann-von-Fallersleben-Stra├če ein. Hinter der Sporthalle am Geschwister-Scholl-Gymnasium f├╝hrt eine  Treppe hinunter in die s├╝dwestliche Spitze des ehemaligen Tonschieferbruches (Kiesschacht genannt) der 1963 stillgelegten Volmarsteiner Dampfziegelei (Carl B├Ânnhoff). Heute befindet sich dort eine Tennishalle und ein Sportplatz. Wir verlassen die Treppe nach links und stehen nach wenigen Metern vor m├Ąchtigen  Toneisensteinknollen in der linken B├Âschung. Zur├╝ckkehrend gehen wir nach rechts auf der "Hoffmann-von-Fallersleben-Stra├če" weiter. An der Einm├╝ndung der Stra├če  Am Wilshause erreichen wir ├╝ber einen kurzen  Verbindungsweg den  Stetroter Weg, ├╝ber den auch der Bergbau-Rundweg Erbstollenweg verl├Ąuft, dem wir nach rechts folgen. Im Tale hebt sich deutlich die  Erdgaskugel der AVU ab. An der Einm├╝ndung des Weges in die  Oberwengerner Stra├če wenden wir uns nach links und biegen nach etwa 160 m im scharfen Winkel in H├Âhe der ├ťbersichtstafel  nach links in das Limbecker Tal ein. Nach wenigen Metern sehen wir aus der R├Âsche des Schlebuscher Erbstollens den Stollenbach in das Bachbett der Limbecke str├Âmen. Etwa 200 m oberhalb erwartet uns der  Zugangsstollen zum Erbstollen und die Gez├Ąhekammer mit einem eindrucksvollen Eingangsportal. Bergan steigend windet sich der Weg am oberen Rand eines gr├Â├čeren ehemaligen  Steinbruchs (Kiesschacht genannt) entlang, aus dem eine zweite im Tal betriebene Ziegelei (Ludwig B├Ânnhoff) mit Tonschiefer versorgt wurde. Etwa 350 m weiter liegt an der linken Seite ein kleinerer aufgegebener  Sandsteinbruch. Nach weiteren 500 m m├╝ndet der Pfad in die Stra├če  Horstbecke ein. W├Ąhrend die GeoRoute Ruhr dort nach rechts weitergef├╝hrt wird (├╝ber den Erbstollenweg zum  karthografischen Mittelpunkt von Wetter und weiter zum Neuw├╝lfingsburg Weg), biegen wir im spitzen Winkel nach links ab und treffen nach ├ťberschreitung des  H├Âhenr├╝ckens (lohnender Ausblick auf den H├Âstreichberg und ins Ruhrtal) wieder auf den  Stetroter Weg. Diesen gehen wir talw├Ąrts und treten nach Erreichen des  Verbindungsweges zur "Hoffmann-von-Fallersleben-Stra├če" den R├╝ckweg zur Ruhrbr├╝cke an. An der Stra├čenkreuzung vor der Overwegbr├╝cke ├╝berqueren wir die "Oberwengerner Stra├če" und biegen nach links auf die Br├╝cke ein. Auf der linken Seite bleibend gehen wir geradeaus auf der  Ruhrstra├če weiter und kommen nach  Unterquerung der Bahnlinie Hagen-Witten auf die  Bahnhofstra├če. Links liegt der sehenswerte Bahnhof Wetter (Ruhr). Er entstand 1905, ausgef├╝hrt in heimischem Sandstein, der den ersten Bahnhof, einen Fachwerkbau, ersetzte, der mit dem Bau der Bergisch-M├Ąrkischen Eisenbahn 1848 errichtet worden war. Heute besteht in Wetter nur noch ein Haltepunkt. Das Bahnhofsgeb├Ąude konnte aber einer anderen Nutzung zugef├╝hrt werden. So sind dort u. a. die  Stadtb├╝cherei sowie eine  Gastronomie eingezogen. Der Bahnhofstra├če geradeaus folgend erreichen wir die  Kaiserstra├če, in die wir links am Sparkassengeb├Ąude einbiegen, an der Ampelanlage ├╝berqueren und auf der  Bismarckstra├če leicht ansteigend auf die  Evangelisch-lutherische Kirche (Ruhrtaler Dom) (1906) zugehen (Ev.-luth. Kirchengemeinde Wetter (Ruhr)). Dieser gro├če dreischiffige Bau wilhelminischer Stilrichtung wurde auf dem Platz der 1904 abgerissenen alten Dorfkirche errichtet und 1906 eingeweiht. Vor dem  Treppenaufgang wenden wir uns nach links und sto├čen auf die  K├Ânigsstra├če, in die wir nach rechts einbiegen. Diese Stra├če verband in fr├╝herer Zeit als "Kirchweg" die Freiheit mit dem Dorf Wetter. Auch die Kirchg├Ąnger der Freiheit mussten zum Gottesdienst in die Dorfkirche gehen, die Burgkapelle war den Burgmannen vorbehalten. Auch Freiherr vom und zum Stein wird diesen Weg gew├Ąhlt haben, wenn er mit einer Kutsche oder hoch zu Ross die Steinkohlenreviere auf der jenseitigen Ruhrseite inspizieren wollte. Dem Stra├čenverlauf folgend kommen wir an der Kreuzung  Ecke Wilhelmstra├če an einer der ├Ąltesten noch erhaltenen Gasth├Ąuser in Alt-Wetter, der Gastst├Ątte Zur Eiche, vorbei. Bis Mitte der 1950er Jahre stand sie im Schatten einer wohl 450 Jahre alten Eiche. Die heutige Eiche, "Freiheitseiche" genannt, wurde 1957 gepflanzt. Zu ihren F├╝├čen erinnert ein 1819 errichtetes Denkmal an die Freiheitskriege.

Nach Erreichen der  Kaiserstra├če biegen wir nach rechts und stehen nach wenigen Schritten wieder am Rathaus.

Bildergalerie (1)

Diese Bildergalerie hat sich im Jahr 2016 mit Eindr├╝cken rund um das Thema Freiherr vom und zum Stein Weg entwickelt. Wir laden Sie herzlich zum St├Âbern ein. Klicken Sie auf ein Bild, um in den Galerie-Modus zu wechseln. Falls Sie selbst ambitionierter Fotograf sind, so w├╝rden wir uns freuen, wenn Sie diese Sammlung durch die Bereitstellung Ihrer Aufnahme bereichern w├╝rden.