Albringhausen, Esborn, Volmarstein, Wengern und Wetter
um 800 n.Chr. so wird überliefert, stand die erste hölzerne Kapelle in Wengern, aber bereits in vorchristlicher Zeit soll es am Zusammenfluss von Elbsche, Schmalenbecke und Opferbach einen Opferplatz gegeben haben.
Evangelische Kirche Wengern
Man geht davon aus, dass die Ursprünge der Kirche schon in der Zeit Karls des Großen liegen könnten. Erstmals erwähnt wurde die Kirche im Jahr 1246. Im Inneren befinden sich ein geschnitzter Altar aus dem Jahr 1714, ein Triumphkreuz aus spätgotischer Zeit (ca. 1486), ein Taufstein von 1688 und ein Taufstein, der aus romanischer Zeit stammen soll.
Reformation
Die gesamte Wengeraner Gemeinde, mit Ausnahme einer Familie wurde 1543 am Sonntag Rogate, zwei Wochen vor Pfingsten unter Pfarrer Schluck um 11.00 Uhr evangelisch. Daher läutet die Mittagsglocke bis heute um 11.00 Uhr
1047 wurde die Burg Volmarstein erstmals erwähnt und muss zur damaligen Zeit einzigartig gewesen sein, nur vergleichbar mit der Hohensyburg.
zwischen 1250 und 1274 wurde die Burg Wetter auf der nördlichen Ruhrseite erbaut als Vorposten der Grafschaft Mark gegen Volmarstein, dass zum Erzbistum Köln gehörte.
1342 sind Volmarstein und die von-der-Reckes durch Heirat verbunden, die Burg bleibt bis ins 20. Jhd. im Familienbesitz. Seit dem 15. Jhd. verfällt die Burg
1355 erhielten die Freiheit und das Dorf Wetter das Freiheitsprivileg, das kommunale Selbstverwaltung, örtliche Gerichtbarkeit und das Recht zur Bürgermeisterwahl bedeutete.
14. Jhd In Volmarstein findet man viele gut erhaltene oder restaurierte Fachwerkhäuser. Der Ort ist seit dem 14. Jhd besiedelt und war lange Zeit Zentrum der Schloß-Industrie. An der alten Dorfkirche, 1236 zur ersten Mal urkundlich erwähnt, hat man vor einigen Jahren interessante Grabplatten des Volmarsteiner Friedhofts befestigt.
1541 werden erste Teile des „Leimkasten“ in Wengern gebaut.
1543 wurde Wengern evangelisch unter Pfarrer Schluck
1723 wird das Hotel Henriette Davidis zunächst als Wohnhaus erbaut
1765 wir der Schlebuscher Erbstollen, ein Entwässerungsstollen, der bis heute ein Gebiet von 40 m² entwässert gemundet
1780-1880 Blütezeit der Ruhrschiffahrt, 1890 fährt das letzte Ruhrschiff, der Transport verlagert sich auf die Schiene. Die Ruhr war bis zum Bau der Talsperren ein unberechenbarer Fluß, manchmal nur an 80 Tagen im Jahr schiffbar
1784-1793 ist der Freiherr vom und zum Stein Bergamtsleiter in der Freiheit Wetter
1793 wird Friedrich Harkort, Industriepionier und Politiker auf Haus Harkorten geboren.
1819 übernahm Friedrich Harkort die Reste der Burg Wetter und gründete dort seine „Mechanische Werkstätten“, aus denen später die DEMAG hervorging. Das Gemälde von Alfred Rethel dazu ist weltberühmt.
17/18 Jhd. Beginn der Kleineisenindustrie in Volmarstein, jeder Hof hatte eine eigene Schmiede. Der Transport wurde mit Eseln bewältigt. Es soll zeitweise in Volmarstein mehr Esel als Einwohner gegeben haben, daher ist der Esel bis heute ein Symbol für Volmarstein.
um 1900 gibt es ca. 20 Schlossfabriken in Volmarstein und noch heute haben die traditionsreichen Schloss-Firmen ABUS, BURG und Burg-Wächter Ihren Standort in Wetter.
1801 wird Henriette Davidis in Wengern geboren (gest. 1876) deren „praktisches Kochbuch“ das erste Kochbuch Deutschlands ist und bisher in 76 Auflagen erschien. Sie gilt als berühmteste Köchin und Kochbuchautorin Deutschlands.
Im so genannten „Mühlchen“, einem Fachwerkheus aus dem Geburtsjahr von Henriette Davidis ist das ihr gewidmete private Museum untergebracht, das immer Sonntags oder nach Absprache geöffnet ist. Auch Hochzeiten sind hier möglich.
1809 werden Wetter die Freiheitsrechte durch Napoleon entzogen, Wetter gehört von da an zur Mairie Herdecke.
1836 wird Gustav Vorsteher, erster Wetteraner Ehrenbürger in Wetter geboren. Er schenkt der Stadt u.a. das Rathaus, den Stadtwald am Harkortberg, das Krankenhaus, die Grundstücke für die Turnhalle und die Schule in der Bismarckstraße. 1914 stirbt Vorsteher, 1906 war ihm zu seinem 70. Geburtstag, als erstem Wetteraner überhaupt, die Ehrenbürgerurkunde überreicht worden.
1870 entsteht die Philipshöhe an der Königstraße als erste geschlossene Arbeitersiedlung in Wetter.
1884 wird der Harkortturm zum Gedenken an Friedrich Harkort erbaut, vorher gab es einiges Hin- und Her, ob der Turm lieber in Wetter oder Herdecke gebaut werden solllte…
1905 wird der Bahnhof in Wetter gebaut
1909 erhält Wetter die Stadtrechte vom Kaiser Wilhelm II zurück und das Rathaus wird
eingeweiht.
1970 entsteht die heutige Stadt Wetter aus dem Zusammenschluss von Wetter, Volmarstein, Wengern, Albringhausen und Esborn.
Haus Hove, im heutigen Oberwengern gelegen, ist ein ehemaliges Rittergut dessen Ursprünge ins 11. Jhd, zurückreichen. Heute ist es durch die Wohnbebauung nur noch schwierig zu sehen. Hoffmann von Fallersleben, der Dichter des Deutschlandliedes war hier oft zu Besuch bei der Familie Schwachenberg.
Die Villa Vorsteher ist das ehemalige Wohnhaus des Industriellen und Wetteraner Ehrenbürgers Gustav Vorsteher.
1981 wird die Villa der Stadt als Bürgerhaus übergeben.
wird fortgesetzt...